Ein starkes Kreuz für Demokratie will die ELKB zeigen und setzen. Eine erste sichtbare Aktion – und die Geburtsstunde dieser Website – lieferte unsere Demokratiekampagne im Vorfeld der bayrischen Kommunalwahlen 2026. Auf dieser Website finden Sie heute – neben einem Rückblick auf die Kampagne – aktuelle Inhalte zum Thema Demokratie und Evangelische Landeskirche Bayern.
Die Lange Nacht der Demokratie am 2. Oktober 2026
Am 2. Oktober 2026 findet zum fünften Mal bayernweit die Lange Nacht der Demokratie statt. An über 50 Orten Bayerns kommen Menschen zusammen, diskutieren über politische Fragen, erörtern gesellschaftliche Zusammenhänge, streiten, wechseln die Perspektive, lassen sich inspirieren von ausgefallenen Formaten. Die Lange Nacht der Demokratie ist ein Projekt des Wertebündnis Bayern. Die landesweite Koordination hat der Bayrische Volkshochschulverband bvv übernommen. In diesem Rahmen wird sich auch die ELKB engagieren.

Die lange Nacht der Demokratie
Erstmals durchgeführt wurde die Lange Nacht der Demokratie 2012 in Augsburg. Seit 2018 findet sie – nur kurz unterbrochen von der Pandemie – alle zwei Jahre in ganz Bayern statt. Organisator der ersten Stunde war Dr. Christian Boeser vom Netzwerk Politische Bildung, 2026 liegt die Verantwortung beim Bayerischen Volkshochschul-Verband. Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern sowie die Evangelische Erwachsenenbildung Bayern sind Mitglieder der bayernweiten Steuerungsgruppe – die angesiedelt ist beim Wertebündnis Bayern und der u.a. auch der Bayerische Jugendring und die Landeszentrale für Politische Bildungsarbeit angehören.
Entstanden ist die Lange Nacht der Demokratie aus der Beobachtung, dass sich das Verhältnis zwischen Bürger*innen einerseits und "der" Politik andererseits zunehmend verschlechtert. Da traditionelle Angebote der politischen Bildung und auch die Medienlandschaft diese Entfremdung leider zum Teil begünstigen, haben viele Menschen nach neuen Formaten des öffentlichen Diskurses gesucht. So entstand die Idee zu einer Langen Nacht der Demokratie als niederschwelligem Begegnungsformat im öffentlichen Raum, an zentralen Orten von Kommunen. Ziel ist u.a., dass Bürger*innen, Politiker*innen, Journalist*innen und politische Bildner*innen auf Augenhöhe in den Austausch über öffentliche Angelegenheiten kommen. Mit der Langen Nacht der Demokratie soll erreicht werden, gemeinsam nutzbare Räume zu schaffen, in denen Wertschätzung, Inspiration für Demokratie und ein Gefühl der Zugehörigkeit und des Miteinanders durch Begegnungen ermöglicht werden.
Was ist das Besondere an der Langen Nacht der Demokratie? Es gibt einen bayernweiten Rahmen mit Grundfinanzierung und Beratung. Simultan finden an mehr als 50 Orten ähnliche Veranstaltungen statt, wobei jeder Ort für sich steht und gleichzeitig Teil eines größeren Ganzen ist. Darüber hinaus ist die Lange Nacht der Demokratie ein hervorragendes Beispiel für Subsidiarität – denn vor Ort wissen die Menschen besser, worin ihre Herausforderungen bestehen, welche Themen diskutiert werden müssen. Gleichzeitig besitzt die Lange Nacht einen unübertrefflichen Eventcharakter und ist deshalb gerade in Klein- und Mittelstädten sehr beliebt.
Was können nun Gemeinden tun? Bitte beteiligen Sie sich als evangelische Kirchengemeinde vor Ort an "ihrer" Langen Nacht, sofern sie zu den glücklichen Orten in Bayern gehören, an denen sie stattfindet. Stellen Sie Ihr Gemeindehaus oder gar Ihre Kirche als Veranstaltungsort zur Verfügung – so lernen auch kirchenferne Menschen Ihre Gemeinde kennen. Falls möglich, konzipieren Sie selbst eine Veranstaltung, vielleicht zusammen mit dem Dekanat, dem Erwachsenenbildungswerk, Ihrer Dekanatsjugend oder der Diakonie. Oder Sie kooperieren mit einem der zahlreichen Partner vor Ort – sicherlich finden Sie eine Organisation, mit der das gut möglich ist.
Falls Sie dazu Rückfragen haben, wenden Sie sich gerne an Ihre Hauptamtlichen vor Ort, an die Evangelische Erwachsenenbildung oder an Martin Becher, Leiter der Fachstelle für Demokratie und gesellschaftliches Miteinander der ELKB, martin.becher@elkb.de.
Bei Presseanfragen rund um die Lange Nacht der Demokratie 2026 wenden Sie sich an die Gesamtkoordinatorin für Bayern, Eva Weissmüller, info@lndd.de. +49 89 5108017
Logovarianten "Lange Nacht der Demokratie" können Sie HIER herunterladen.
„Gut begründet“ – Ein Wort der lutherischen Kirchen zur Demokratie Juni 2026
„Gut begründet“ – Ein Wort der lutherischen Kirchen zur Demokratie
In der VELKD ist eine neue Publikation erschienen, zu der die Verfasser:innen anmerken:
»Christentum und Rechtsextremismus sind unvereinbar.« Der Satz ist leicht gesagt, deshalb hört man ihn so oft.
In einem Jahr, in dem Rechtsextreme in zwei Landesparlamenten die stärkste Partei werden könnten, reicht das nicht aus. Auch der Hinweis auf die Gottesebenbildlichkeit aller Menschen allein ist nicht dazu angetan, der AfD nahestehende Wählerinnen und Wähler davon zu überzeugen, dass die gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit dieser Partei dem christlichen Glauben Hohn spricht.“
»Gut begründet“ zeigt in drei Teilen, warum unsere freiheitliche und soziale Demokratie aus christlicher Sicht die bestmögliche, wenn auch nicht die perfekte Staatsform ist, und welche drei christlichen Grundüberzeugungen diese politische Staatsform nahelegen. Sie zeigt auf, wie sich die in der Verfassung garantierten Grundrechte zum christlichen Menschenbild verhalten und was wir tun können, um unsere Demokratie zu schützen. Dabei wird nicht verschwiegen, dass die Kirchen oft autoritären Obrigkeitsstrukturen näherstanden als ihren eigenen Idealen.
Doch die Menschen, die die Demokratieentwicklung entscheidend vorangetrieben haben, waren oft religiös motiviert – das zeigen die acht »Wegmarken der Demokratie«, die Sie ebenfalls in der Veröffentlichung finden.
Demokratiefibel: „Christ:in sein heißt politisch sein“
Demokratiefibel: „Christ:in sein heißt politisch sein“
So lautet der Kerngedanke, der sich als roter Faden durch die Beiträge der „Demokratiefibel“ zieht, die vom
Diözesanrat der Katholiken der Erzdiözese München und Freising anlässlich des 75. Geburtstags des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland am 23. Mai 2024 herausgegeben wurde. Sie will Antworten geben auf die Fragen, worin die spezifisch katholischen Potentiale für eine Kultur der Demokratie liegen und welche Argumente die Katholische Kirche gegen die rechtspopulistischen Anfeindungen stellen kann. Sie hebt die Bedeutung des Laienapostolats für die Gestaltung von Gesellschaft hervor und verdeutlicht, dass Demokratie sowie die ihr zugrundeliegenden Werte auch in der biblisch-christlichen Tradition verankert sind. Darüber hinaus will die Publikation aufzeigen, dass rechtspopulistische Positionen in eindeutigem Widerspruch zur christlichen Botschaft stehen.
Ein pastoral-praktischer Ausblick darüber, wie in Pfarreien mit Rechtspopulismus und demokratiegefährdenden Positionen umgegangen werden kann, rundet die Publikation ab.
Das letzte Kapitel enthält zugespitzte Argumente gegen öffentliche rechtspopulistische und menschenverachtende Parolen und bildet zugleich die Grundlage der Kurzfassung der Demokratiefibel „to-go“.
Mehr Informationen zum Projekt HIER
Download 11seitige Demokratiefibel to-go HIER
Pfingstaktion 2026: Fest der Verständigung
Pfingstaktion 2026: Fest der Verständigung
Pfingsten erinnert uns wie kein zweites daran, dass Barrieren überwunden werden können und echte Verständigung möglich ist. Gerade in der heutigen Zeit ist die Pfingstbotschaft als „Verständigungswunder“ ein kraftvolles Hoffnungszeichen. Deshalb luden wir als Kirche und Diakonie im Rahmen der Initiative #VerständigungsOrte in diesem Jahr dazu ein, Pfingsten ganz bewusst als Fest der Verständigung zu feiern. Dafür finden Sie hier einen Gottesdienstentwurf.
Der Gottesdienstentwurf umfasst
- biblische Verständigungsgeschichten,
- Predigtimpulse,
- thematisch passende Lieder,
- praktische Ideen zum Mitmachen
- und Vorschläge für Gebete und Segen.
Rund um Pfingsten rief ein breites Bündnis zu den bundesweiten Aktionstagen „Zusammen für Demokratie – Zukunft für alle“ auf. Kirche und Diakonie als Teil des Bündnisses ermutigten zum Mitmachen: Im Gottesdienst oder drum herum wurde gezeigt, dass Gottes Geist Brücken baut! HIER kommen Sie zur Projektwebsite Fest der Verständigung.
Bayrisches Bündnis für Toleranz PM zu Bundesmitteln Demokratieerhaltung
PRESSEMITTEILUNG | Bayrisches Bündnis für Toleranz
Bundesmittel zur Demokratieerhaltung weiterführen und Schwächung zivilgesellschaftlicher Strukturen verhindern
28. April 2026 – Bad Alexandersbad, München – Bündnissprecher Christian Kopp sieht die angekündigten Veränderungen beim Bundesprogramm „Demokratie leben!“ mit großer Sorge. Er fordert in Vertretung der Perspektive der zivilgesellschaftlichen Organisationen im Bündnis die Bundesbildungsministerin auf, sich nachdrücklich für die Weiterführung der Bundesmittel zur Demokratieerhaltung einzusetzen und die Breite der dort engagierten gesellschaftlichen Akteure ausdrücklich als wertvoll anzuerkennen.
Gerade in einer Zeit, in der die Demokratie von extremen politischen Akteuren immer weiter unter Druck gesetzt werde, müssten demokratiefördernde Projekte und Maßnahmen durch den Staat noch nachdrücklicher unterstützt werden. Nur so werde die Breite der für den Schutz der Demokratie auftretenden Zivilgesellschaft ausreichend sichtbar und handlungsfähig. Unsere Demokratie sei aus den Verheerungen eines Weltkrieges und dem singulären Menschheitsverbrechen des Holocaust entstanden. „Sie kann nur von Dauer sein“, so Christian Kopp, „wenn sich die Zivilgesellschaft für sie einsetzt und darin gestärkt wird.“
Die ganze Pressemitteilung finden Sie HIER
Pressekontakt: Dr. Philipp Hildmann, Geschäftsführer | c/o Ev. Bildungs- u. Tagungszentrum Bad Alexandersbad e.V. | Markgrafenstr. 34 | 95680 Bad Alexandersbad | Tel: 09232/9939-39 | E-Mail: hildmann@ebz-alexandersbad.de | www.bayerisches-buendnis-fuer-toleranz.de
